Fakten zum Projekt

Land: Afghanistan

Ort: Provinz Jawzjan, Bezirk Khoja Dokoh

Begünstigte: 738 Personen (123 Familien)

Projektziel: Reduzierung von Hunger und Hungertod durch die Verteilung von Lebensmittelpaketen an Flutopfer

Projektdauer: einmalige Lebensmittelverteilung im Mai 2014

Finanzierung: Islamic Relief Deutschland

Implementierungspartner: Islamic Relief Afghanistan

Gesamtkosten: 10.000 Euro

Überblick

Am 24. April 2014 verursachte starker Regenfall flutartige Überschwemmungen und Erdrutsche in sechs Provinzen Nordafghanistans, die mit zahlreichen Todesfällen, Verletzten und Zerstörungen einhergingen. Viele Menschen sind nun obdachlos. Zur Vorbeugung von Nahrungsmittelunsicherheit und Hungertod wurden daher dringend nahrhafte Lebensmittel benötigt, um die benachteiligten Menschen in Afghanistan zu versorgen. Das Projekt zur Verteilung von Lebensmittelpaketen für Flutopfer in der Provinz Jawzjan im Bezirk Khoja Dokoh, die fliehen mussten, wird durch Islamic Relief Afghanistan mit Unterstützung des Emergency Response Fund in Afghanistan (ERF) und lokalen Behörden durchgeführt. Das Projekt konzentriert sich auf die Lebensmittelverteilung an 123 Familien in den genannten Dörfern, die vom Hochwasser betroffen sind. Dadurch sollen Nahrungsmittelunsicherheit und die Sterblichkeitsrate reduziert werden.

 

• Verteilung von 8.054 Lebensmittelpaketen an 123 Familien (738 bedürftige Personen)

• Die Lebensmittelpakete enthalten 49 kg Weizen, 8 kg Bohnen, 2 kg Salz, 5 kg Zucker, 20 kg Reis und 5 l Öl und reichen bis zu einem Monat für eine sechsköpfige Familie.

• Der Leiter von Islamic Relief in Afghanistan, Elhadi Abdallah, ist vor einiger Zeit in der Provinz eingetroffen und organisiert dort nun die Nothilfe von Islamic Relief vor Ort. Mitarbeiter und Ehrenamtliche von Islamic Relief wurden mobilisiert, um die Aktivitäten zu unterstützen und eine schnelle Bedarfserhebung, Hilfeleistung und Koordination mit anderen Akteuren zu ermöglichen. Das Nothilfeteam wurde ausgeweitet. Das Islamic Relief Afghanistan-Team hat die am meisten betroffenen 123 Familien in der Provinz Jawzjan identifiziert.

 

Am 24. April 2014 verursachte starker Regenfall flutartige Überschwemmungen und Erdrutsche in sechs Provinzen Nordafghanistans. Viele Menschen mussten im Bezirk Khoja Dokoh in Folge der Fluten aus ihren Häusern fliehen und fanden an einer großen Straße Zuflucht. In der Provinz Jawzjan sind 27.188 Menschen betroffen, 87 starben und 2.284 sind nun obdachlos. 21 Dörfer sind betroffen, davon 13 stark und acht etwas leichter. Die Fluten haben auch Straßen zerstört, so dass der Zugang zu zwei Dörfern völlig abgeschnitten ist. Im Bezirk Khoja Dokoh gingen Verwaltungsgebäude, Marktplätze und Geschäftsbereiche in den Wassermassen unter, das Wasser zerstörte weiterhin Brücken, verstopfte Abwasserkanäle und riss Strommasten um, so dass es keinen Strom mehr gab.