Fakten zum Projekt

 

Land: Philippinen

Ort: Nord-Cebu

Begünstigte: 8.150 Bedürftige

Projektziel: Katastrophenvorsorge: Schaffung von Lebensgrundlagen von Frauen und Männern in vom Taifun Haiyan (Yolanda) betroffenen Gebieten

Projektdauer: 01.04.2014-28.02.2015, verlängert bis 30.06.2015 

Projektpartner: Islamic Relief Worldwide

Finanzierung: Aktion Deutschland Hilft

Gesamtkosten: 338.334 Euro

Kofinanzierer

Überblick

Ein äußerst schwerer Taifun traf am 8. November 2013 die Philippinen. Häuser und ganze Dörfer wurden vernichtet, nur Trümmer blieben übrig. Nach offiziellen Angaben wurden über 14 Millionen Menschen in neun Regionen von der Katastrophe betroffen, darunter etwa 5,64 Millionen Kinder. Mehr als 6.000 Menschen kamen ums Leben. Rund 4,13 Millionen Menschen haben ihre Häuser verloren oder mussten vor dem Sturm fliehen und sind noch immer ohne Obdach. 1,1 Millionen Häuser wurden beschädigt, wovon 578.248 komplett zerstört wurden.

Mehrere Millionen Menschen waren zumindest zeitweise auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Islamic Relief Deutschland unterstützt ein Projekt zur Verbesserung der Lebensbedingungen betroffener Menschen. Hierbei geht es vor allem darum, die Einkommensquellen einzelner Gemeinden zu diversifizieren und so den Lebensunterhalt zu sichern, unter anderem durch Schulungen in verschiedenen relevanten Bereichen.

Islamic Relief möchte langfristig zur Diversifizierung der Lebensgrundlagen beitragen, um die Gemeinden resistenter gegenüber Katastrophen zu machen und auch etwa bei Wegfall der wichtigen Einkommensquelle Fischerei ein stabiles Einkommen zu gewährleisten. Dieses Livelihood-Projekt (Schaffung von Lebensgrundlagen) beinhaltet daher verschiedene Komponenten wie Schulungen, Cash-for-Work-Projekte, Katastrophenvorsorge und Verbesserung der Fischerei. So werden zum Beispiel einige Personen zu Handwerkern geschult und im zweiten Schritt auch mit den entsprechenden Werkzeugen ausgestattet, sodass sie selbstständig diesen Beruf ausüben können.

Andere, vorzugsweise Frauen, werden Schulungen erhalten, um im Hotelgewerbe oder als Kosmetikerin tätig zu sein. Dies sind nur einige Beispiele, welche von der lokalen Gemeinde vorgeschlagen und mit Islamic Relief umgesetzt werden sollen. Hierbei ist zu bedenken, dass sich die meisten Familien auf das Einkommen aus dem Fischfang stützen und dadurch oft die ganze Familie eingebunden ist. Leider reicht der Ertrag oft nicht aus, um die Kinder zur Schule zu schicken und in manchen Zeiten nicht einmal, um drei Mahlzeiten am Tag zu sich zu nehmen. Daher sieht das Projekt vor, die Möglichkeiten des Fischfangs durch den Wissenstransfer über Fisch- und Krabbenzucht zu optimieren. Auch Katastrophenvorsorge ist auf verschiedenste Weise in diesem Projekt mit inbegriffen.

Der Zwischenbericht des Projekts zur Verbesserung des Lebensunterhalts und Rehabilitation für von Flut betroffene Menschen in Nepal bezieht sich auf den Zeitraum vom 01.04.2014 bis zum 30.06.2015.

Berichtszeitraum: 01.04.2014 - 23.10.2014

Hauptaktivitäten im Berichtszeitraum:

Bis heute wurden insgesamt 651 (entspricht 2.449 Personen) von 1.100 Haushalten (entspricht 5.100 Personen) Hilfe erreicht.

- 66 Haushalte wurden mit Werkzeugen ausgestattet, sodass sie selbstständig Bootsreparaturen während des Berichtszeitraums durchführen können

- 53 Haushalte wurden finanziell unterstützt

- 423 Haushalte wurden für die Unterstützung mit Fanggeräten identifiziert; einige von ihnen erhielten Unterstützung für Bootsreparaturen. Zusätzliche 119 Haushalte wurden für Unterstützung im Bereich Algen-Landwirtschaft identifiziert.

- 300 gefährdete Haushalte, vorzugsweise Familien mit älteren Menschen oder Witwen, erhielten Geldzuschüsse

Der Abschlussbericht des Projekts zur Verbesserung des Lebensunterhalts und Rehabilitation auf den Philippinen nach dem Taifun Haiyan bezieht sich auf den Zeitraum vom 01.04.2014 bis zum 30. Juni 2015. Die Anzahl der direkten Begünstigten bis Ende des Projektes mehr als ursprünglich geplant schließlich 8.105 Personen (1.750 Familien).

Was Islamic Relief erreicht hat:

Aktivität 1: Finanzielle und materielle Unterstützung für betroffene Fischerfamilien

Anzahl der Begünstigten: 535 Haushalte / 3.599 Personen (Schwangere und stillende Frauen, Menschen mit Behinderung, Kinder, ältere Menschen)

Insgesamt wurden 535 Fischerfamilien mit Bargeldzuschüssen für Bootsreparaturen, Fanggeräten und Unterstützung (Sachleistungen) für die Algenlandwirtschaft in den drei Gemeinden von Bantayan Island unterstützt. 119 Haushalte erhielten Unterstützung für Bootsreparaturen, 90 von ihnen wurden auch mit Fanggeräten ausgestattet. Die restlichen 29 Haushalte, deren Boote repariert wurden, erhielten Fischereigeräte von Oxfam. Zusätzliche 339 Familien wurden mit Fanggeräten ausgestattet, während 119 Haushalte im Bereich Algen-Landwirtschaft unterstützt wurden. Eine Gesamtzahl von 40 Haushalten erhielten Fanggeräte und Unterstützung für die Algen-Landwirtschaft. Durch die Unterstützung wurde ein Anstieg der Erträge bei einigen Fischern um 56% erzielt. Auch die Unterstützung der Farmer im Bereich Algen-Landwirtschaft war erfolgreich.

 

Aktivität 2: Durchführung von Cash-for-Work-Projekten (CfW)

Anzahl der Begünstigten: 575 Familien / 2.677 Personen

Insgesamt sechs Cash-for-Work-Projekte wurden durchgeführt. Jeder CfW-Teilnehmer durfte maximal 14 Tage an einem Projekt arbeiten, damit mehr Mitglieder der Gemeinde, von dem Cash-for-Work-Projekten profitieren.

Folgende Cash-for-Work-Aktivitäten wurden durchgeführt:

1.) Errichtung einer Küche und eines Kiosks an einer Schule in Bantayan

2.) Bau von Latrinen und Ausgrabung der Klärgrube im Umsiedlungsgebiet in Barangay Sillon

3.) Bau von Unterkünften für die gefährdeten 50 Familien in Barangay Langub

4.) Errichtung von 27 Notunterkünften in Barangay Ticad (Bantayan)

5.) Wiederherstellung der Maisfelder in Barangay Kangkaibe (Bantayan)

6.) Errichtung von vier Klassenzimmern an einer Schule in Mariaban

 

Aktivität 3: Geldzuschüsse für gefährdete Familien

Anzahl der Begünstigten: 400 Familien / 1.272 Personen

Insgesamt 400 gefährdete Familien (dies entspricht etwa 1.272 Personen), darunter ältere Menschen, Alleinerziehende und verwitwete Frauen und Menschen mit körperlichen Behinderungen erhielten finanzielle Unterstützung. Begünstigte waren wirtschaftlich und sozial gefährdete Familien ohne feste Einnahmequellen oder jede Form von staatlicher Sozialhilfe.

 

Aktivität 4: Durchführung von Skill-Trainings zur Zubereitung von Krabbenfleisch und Bereitstellung von Ausrüstung, um das Einkommen der gefährdeten Familien zu erhöhen

Anzahl der Begünstigten: 73 Familien / 401 Personen, ursprünglich geplant: 75 Familien

Insgesamt 73 Personen nahmen an der Schulung zur Verbesserung der Qualität bei der Zubereitung von Krabbenfleisch in Barangay Sungko (Bantayan) teil. Zwei Teilnehmer konnten aus persönlichen Gründen nicht teilnehmen. Den Teilnehmern wurde für den Erwerb von grundlegenden Werkzeugen und als Anfangskapital Geldzuschüsse gewährt.

 

Aktivität 5: Unterstützung für kleine Business-Projekte (Hilfe im Bereich Mikrofinanzierung)

Anzahl der Begünstigten: 35 Familien / 156 Personen

25 Begünstigte wurden mit kleinen Business-Projekten unterstützt (kleines Lebensmittelgeschäft, Reis-Handel; Kleidungsverkauf, Benzin), weitere 10 Haushalte wurden unterstützt. Die Empfänger mussten Vorschläge, der eine Voraussetzung für die Auszahlung des Zuschusses war, Islamic Relief einreichen. 

 

Aktivität 6: Unterstützung der Katastrophenvorsorge-Initiativen von drei Gemeinden

Insgesamt 39 Handfunkgeräte wurden auf die drei Gemeinden (Bantayan, Santa Fe, Madridejos) zur Verfügung gestellt. Ein Repeater wurde ebenfalls in Madridejos bereitgestellt. Zudem wurden die Begünstigten zum Umgang mit den Handfunkgeräten von der nationalen Kommission für Telekommunikation geschult.

 

 

Cash-for-Work-Projekte und Bäckerei-Projekt