Fakten zum Projekt

 

Land: Indonesien
Ort: Distrikte Singkil und Simeuluë in der Provinz Aceh
Zielgruppe: Fischer und ihre Familien
Begünstigte: etwa 1.500 Haushalte mit jeweils etwa fünf Personen (ca. 7.500 Personen) im Rahmen des von Islamic Relief Deutschland unterstützten Projektteils, ca. 75.000 insgesamt
Projektziel: Verbesserung der Fischereibedingungen durch die Bereitstellung von Medikamenten und technischen Hilfsmitteln, Verringerung der Armut in der Küstenregion Indonesiens
Gesamtkosten: 281.571 Euro, davon 82.515 Euro von Islamic Relief Deutschland
Projektdauer: 01.09.2012-31.12.2013

 

 

Überblick

Dieses von Islamic Relief geförderte Projekt zur nachhaltigen Fischerei unterstützt Fischer in Indonesien und deren Familien ihr Einkommen langfristig zu sichern. Ziel ist es, die Armut in dieser Region zu reduzieren.

Besonders viele Fischer leben in den Distrikten Singkil und Simeuluë in der Provinz Aceh, deshalb liegt auch der Schwerpunkt des Projekts in diesen Regionen. Um den Fischern eine bessere Zukunft zu ermöglichen, unterstützt dieses Projekt mit 82.515,00 Euro. Insgesamt beträgt das Projektvolumen dieses größeren Projektes 281.571,00 Euro. Das Projekt wurde von ursprünglich 12 Monaten Laufzeit auf 16 Monate verlängert.

Geplant ist, dass etwa 1.500 Haushalten mit jeweils etwa fünf Personen im Rahmen des Projekts geholfen wird. Das Projekt konzentriert sich auf die Orte Simeuluë und Singkil. Da der Fisch als Lebensmittel immer beliebter wird, ist es umso wichtiger, dass die Fischer in vernünftigen Arbeitsverhältnissen ihrer Arbeit nachgehen können. Dafür sollen vor allem die Arbeitsbedingungen der Fischer verbessert, technische Unterstützung geleistet und ihre Handels- bzw. Marktchancen erhöht werden.

Der Abschlussbericht des Projekts zur nachhaltigen Fischerei in Indonesien bezieht sich auf den Zeitraum vom 01. September 2012 bis zum 31. Dezember 2013. Das Projekt wurde von ursprünglich 12 Monaten Laufzeit auf 16 Monate verlängert. Die bis Ende Dezember 2013 erreichte Anzahl der Begünstigten beträgt 300 Fischerfamilien.

Im Laufe des Projektes wurde die Fischerei-Infrastruktur durch die Reparatur der Netzkäfiganlagen, Futtermühlen, Erneuerung von bestehenden Laichplätzen von Zackenbarschen und Fischbrutanlagen verbessert. Fingerlinge, Fischfutter, Vitamine, Ausrüstung, Boote usw. wurden beschafft und begünstigten Fischern, Meeresfischerei-Abteilung und der neu gegründeten Genossenschaft übergeben. Im Laufe von 10 Monaten (Mai 2013 bis Februar 2014) konnten die begünstigten Fischer insgesamt mit einem Überschuss in Höhe von 17,7 Metertonnen Fisch, was einen Marktwert von 140.000 USD hat, abschließen. Die begünstigten Fischer kamen durch das Projekt in Kontakt mit einem Käufer aus Hongkong, der nicht nur die Fische gekauft, sondern auch einen viel höheren Preis als den normalen Marktpreis direkt an die begünstigten Fischer für ihre Fische gezahlt hat. Die Zusammenarbeit mit dem Käufer aus Hongkong wird fortgeführt. Im Februar 2014 wurde eine große Menge an Fisch an den Käufer aus Hongkong verkauft.

Islamic Relief war verantwortlich für: a) die Verbesserung der Brutmöglichkeiten, die entscheidend für die Brut und Pflege der Tiger-Zackenbarsche und weißen Schnappern ist; b) Bereitstellung von Brutbestandsgruppen von Tiger-Zackenbarschen und weißen Schnappern; c) Bereitstellung von Fischfutter, Medikamenten und Vitaminen für die Brutbestände und d) Lieferung von Eier oder Larven der Tiger-Zackenbarsche und weißen Schnappern - falls die Fischbrut-Aufzuchtverfahren misslingen.

 

Berichtszeitraum: 01.09.2012-31.12.2013

Was bisher erreicht wurde:

Es wurde eine Bedarfsanalyse mit den Fischern und Stakeholdern, um gewisse Lücken und Bedürfnisse zu ermitteln durchgeführt.

1. Trainings zu verschiedenen Bereichen:

a) Training zur Verringerung der Verluste nach der Züchtung von Fischen:

Um erhebliche Verluste nach der Fischzucht zu reduzieren wurden die Begünstigten zu folgenden Themen trainiert: Transport von lebendigen Fischen, Sortierung, Umgang mit den Fischbeständen auf dem Transportweg usw.

b) Auffrischungstraining für Fischer zur Erhaltung der Netzkäfiganlagen (für die Zucht von Zackenbarschen):

Das Trainingsprogramm war eine Auffrischungssitzung zum Thema „Die besten Managementpraktiken“ für 49 Personen. Ziele dieses Trainings waren Wissenslücken in Bezug auf Fischerei zu identifizieren und Gelerntes wieder aufzufrischen.

Themen des Trainings waren:

 

  • Fischdichte in den Käfigen und Akklimatisierung
  • Optimale Wachstumsbedingungen für Fische
  • Futtermanagement (Menge, Qualität, Fütterungszeiten, Mischung usw.)
  • Überwachung von Fischwachstum
  • Gesundheitsmanagement von Fischbeständen

2. Schulung über Genossenschaften/ Kooperativen für Fischer

3. Workshop über Fischerei, Handel und Investition

4. Tägliche Überwachung der Zackenbarschzuchtanlagen

5. Erneuerung von bestehenden Laichplätzen von Zackenbarschen in Simeuluë durch kleinere Reparaturen an bestehenden 17 Netzkäfiganlagen (10 in Simeuluë und 7 in Singkil), Netzen, Ankern etc. Für die Reparaturarbeiten wurden den Begünstigten Hilfsmittel und Ausrüstung zur Wartung der Anlagen bereitgestellt. Die Reparaturarbeiten wurden von den Begünstigten selbst unter der direkten Aufsicht des technischen Personals des Projekts durchgeführt.

6. Bereitstellung von Fischnahrung, Medikamenten: Fischfutter ist entscheidend für den Erfolg der Fischzucht und macht im Durchschnitt 60% der Produktionskosten aus. Der Preis für Fischnahrung ist in den letzten Jahren gestiegen, sodass die Fischer in Indonesien ernsthaft besorgt über die Situation waren. Aufgrund dessen wurde ein Futterwerk in Lugu Simeuluë konstruiert.

7. Bau von kleinen Fischteichen für Zackenbarschlaich

8. Bereitstellung von Hilfsmitteln und Ausrüstung zur Wartung der Anlagen: Mehrere Geräte und Werkzeuge wurden für die Wartung von Anlagen, dazu gehören ein Wasserkompressor und Generator für die Reinigung von Fischernetzen, wobei der Generator auch andere elektronische Geräte und Lampen mit Strom versorgt, bereitgestellt. Den Begünstigten wurden auch Testgeräte für die Überprüfung der Wasserqualität und ihre Eignung für die Fischzucht zur Verfügung gestellt. Dazu gehören unter anderem pH-Meter, Refraktometer und CO2-Meter.

9. Bereitstellung von Verpackungsmaterialien und Geräten: Das Projekt konnte erfolgreich und zu 100 Prozent realisiert werden, so dass nun insgesamt 300 Fischerfamilien, durch die Verbesserung der Fischereibedingungen in den Orten Simeuluë und Singkil, ihren Lebensunterhalt besser bestreiten können.

Der Zwischenbericht des Projekts zur nachhaltigen Fischerei in Indonesien bezieht sich auf den Zeitraum vom 1. November 2012 bis zum 28. Februar 2013.

Die bis Ende Februar 2013 erreichte Anzahl der Begünstigten beträgt 260 Familien, dies entspricht etwa 2.300 Personen.

Berichtszeitraum: 01.11.2012-28.02.2013

Hauptaktivitäten im Berichtszeitraum:

1. Bedarfsanalyse mit den Fischern und Stakeholdern, um gewisse Lücken und Bedürfnisse zu ermitteln

2. Auffrischungstraining für Fischer zur Erhaltung der Netzkäfiganlagen (für die Zucht von Zackenbarschen)

3. Schulung über Genossenschaften/ Kooperativen für Fischer

4. Workshop über Fischerei, Handel und Investition

5. Tägliche Überwachung der Zackenbarschzuchtanlagen

6. Trainings zum Fischfang und den Umgang mit Zackenbarschen

7. Erneuerung von bestehenden Laichplätzen von Zackenbarschen in Simeuluë

8. Bereitstellung von Fischnahrung, Medikamenten etc.

9. Kleinere Reparaturen an bestehenden Netzkäfiganlagen, Netzen, Ankern etc.

10. Bau von kleinen Fischteichen für Zackenbarschlaich

11. Bereitstellung von Hilfsmitteln und Ausrüstung zur Wartung der Anlagen

12. Verbesserung der Infrastruktur (Wassertank, Fischbrutanlage)

13. Durchführung von Marktforschung und Vermarktung des Produkts, s.o. 4.

14. Aufbau von zwei Genossenschaften 

Gesprächsrunde zwischen Fischern und Fischereiministerium.
Hier werden Netze für die Zackenbarsche gespannt und der Größe nach aufgeteilt.
Das entsprechende Gerät wird Basima genannt.
Eine Delegation besucht das Projekt.
Die Laichplätze spielen für die Fischer eine große Rolle.
Von hier wird der Beifang geholt, der nicht weiter verarbeitet werden kann und daher den Fischern zusteht.
Netze werden repariert.
Die Fischer haben ein Training zur Wartung erhalten.