Fakten zum Projekt

Land: Jordanien

Ort: Amman

Begünstigte: ursprünglich geplant: Direkt: 150 Waisen; Indirekt: Mütter/Vormünder,
                    aktuell: Direkt: 125 Waisen; Indirekt: 64 Witwen sowie weitere Geschwisterkinder der
                    Begünstigten und Familie

Projektziel: Syrischen und jordanischen Kindern soll der Zugang zur Bildung sowie zu sozialen Aktivitäten ermöglicht und ein Bewusstsein dafür bei Waisen, Witwen und Vormündern geschaffen werden.

Projektdauer: 20.08.2015-20.06.2016 

Implementierungspartner: Islamic Relief Jordanien

Gesamtkosten: 78.096 Euro (ursprünglich geplant: 80.000 Euro)

Überblick

Syrische und jordanische Waisenkinder in Jordanien sind in besonderer Weise gefährdet. Oft müssen sie arbeiten, um ihre Familie zu unterstützen, und brechen daher die Schule ab. Dazu kommt das fehlende Bildungsbewusstsein in den jeweiligen Familien. Mit diesem Projekt möchte Islamic Relief Abhilfe schaffen, indem es die Bildungsmöglichkeiten durch Förderklassen, Wiedereingliederungsmaßnahmen und finanzielle Unterstützung verbessert.


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Ziele des Projektes sind:

  • Zugang zu Bildung in öffentlichen Schulen oder alternative Bildungsinstitutionen für syrische und jordanische Kinder, vor allem für Waisen, die ihre Schullaufbahn abgebrochen oder bisher nicht zur Schule gegangen sind
  • Diese sollen so ermutigt werden, auch eine höhere Bildung anzustreben, sobald sie die Mittelschule beendet haben.
  • Unterstützung sozialer Aktivitäten durch außerschulische Aktivitäten für die Zielgruppe wie etwa Schulevents oder Exkursionen etc.
  • Schulung des Bewusstseins für die Wichtigkeit von Bildung bei Waisen, Witwen und Vormünder 

Maßnahmen des Projektes sind:

Zugang zu Bildung

  • Förderklassen/informelle Bildung: Bereitstellung von Bildungsmöglichkeiten (Lesen, Schreiben, Verstehen) für Waisen, um sie baldmöglichst in den formalen Bildungsweg (Oberschule, Universität etc.) wieder einzugliedern
  • Bewusstseinskampagnen für Witwen, Schuldirektoren, Waisen und lokale NGOs zur Wichtigkeit von Bildung und dem Schutz von Kindern
  • Erstellung und Verteilung von Flyern und Broschüren auf Arabisch, die die Wichtigkeit schulischer Bildung verdeutlichen. Dies geschieht im Rahmen der Kampagne „Amani“.

Bares für Bildung

Manche Waisenkinder gehen aufgrund von finanziellen Nöten nicht mehr zur Schule. Diese Waisen haben nicht zwingend ein Bildungsproblem hinsichtlich ihrer Fähigkeit zu lesen oder zu schreiben, sie haben jedoch ihre Schullaufbahn abgebrochen, um ihre Familien zu unterstützen. In diesen Fällen ist eine finanzielle Unterstützung der Familie nötig, um die Waisenkinder von der Arbeit wieder in die Schule einzugliedern. 

 

Viele Kinder in Jordanien, darunter auch Waisen, haben die Schule abgebrochen, um nun als Kinderarbeiter ihre Familie zu unterstützen. Die Bildung von Waisen ist eines der dringlichsten Themen für gefährdete Kinder und Familien in Jordanien. Es gibt viele Gründe, warum syrische und jordanische Kinder in Jordanien die Schule nicht mehr besuchen:

Begrenztes Bewusstsein der Wichtigkeit von Bildung in den Familien sowie teilweise auch keine Motivation, Ermutigung und Beratung

Kinderarbeit: Mehr als 30.000 syrische Flüchtlingskinder in Jordanien gehen arbeiten, insbesondere als Feldarbeiter, aber auch in Autowerkstätten oder anderen gefährlichen Arbeitsorten. Vor allem Waisen sind oft von Kinderarbeit betroffen, da der Hauptverdiener in der Familie wegfällt. So gehen sie entweder weiter zur Schule, oft wenig erfolgreich, oder brechen diese ab.

Bildungsstandard: Die Art der Bildung unterscheidet sich in Jordanien von der in Syrien

Klassengröße: Viele Lehrer können den Schülern nicht mehr die Aufmerksamkeit geben, die sie verdienen, denn die Klassenräume sind häufig überfüllt, Unterrichtsstunden werden außerdem gekürzt, da viele Schulen mehrere Schichten haben. Viele Lehrer widmen bei einer Klassengröße von 50 Personen den ohnehin starken Schülern ihre Aufmerksamkeit, die schwachen Schüler gehen also unter.

Kosten: Während die Schulbildung an sich kostenfrei ist, gehen mit ihr dennoch Kosten einher, wie der tägliche Transport und der Kauf von Schulmaterialien. Viele Waisenkinder können sich diese nicht leisten und tappen daher noch weiter in die Armutsfalle. Für all diese Herausforderungen möchte dieses Bildungsprojekt Abhilfe schaffen.

 

Der Zwischenbericht Bildungsprojektes für syrische Waisenkinder bezieht sich auf den Zeitraum von August 2015 bis Ende Januar 2016. 

Hauptaktivitäten im Berichtszeitraum: 

Aktivität 1: Einstellung qualifizierter Lehrkräfte

Die Lehrer wurden nach Durchführung von Interviews angeheuert. Sie wurden auf die Kinderschutzpolitik hin von Islamic Relief Jordanien sowie des Verhaltenskodex geschult.

Aktivität 2: Auswahl der Begünstigten 125 Waisenkinder. Das Projekt unterstützt folgende begünstigte Gruppen:

• 25 weibliche und männliche Schulabbrecher im Alter zwischen 7-16 Jahren

• 100 Schüler mit schlechten schulischen Leistungen im Alter zwischen 7-18 Jahren

• Familien der direkten Begünstigten (Kinder und Geschwister)

• 85% Syrer, 15% Jordanier 

Aktivität 3: Förderklassen

Nach der Auswahl der Begünstigten wurden Tests zur Messung des Bildungsniveaus der Begünstigten sowie ihrer Kenntnisse in Arabisch, Englisch und Mathematik durchgeführt. Die Testergebnisse waren sehr hilfreich zur Einschätzung ihrer Vorkenntnisse. Basierend auf den Testergebnissen wurden zwei Klassen für jeden Kurs eingerichtet. Darüber hinaus werden Förderklassen für 125 Waisen mit unzureichenden Schulleistungen eingerichtet.

Aktivität 4: Entwürfe zur Unterstützung sozialer Aktivitäten durch außerschulische Aktivitäten für die Zielgruppe wie etwa Schulevents oder Exkursionen etc.

Das Projekt bietet außerschulische Aktivitäten und Förderunterricht im Rahmen von Lernen durch Spiele und Sport an. Bisher wurden zwei Hauptaktivitäten durchgeführt:

1. Tag der offenen Tür für Kinder: Spiele und Sport, Theater (Kinderspiel über Ehrlichkeit und Verantwortung), psychosoziale Veranstaltung mit Musik, allgemeine Informationen und ein Wettbewerb mit anschließender Verteilung von Geschenken. 

2. Zweiter Tag der offenen Tür für Kinder: In Zusammenarbeit mit einem psychosozialen Fachbetreuer wurden Aktivitäten für Teamarbeit und soziales Engagement unter Verwendung von Kunsttherapie, Lernspiele usw. durchgeführt.

Aktivität 5: Finanzielle Unterstützung von Waisenkindern

Es wurde festgestellt, dass einige Waisenkinder aufgrund von finanziellen Nöten nicht mehr zur Schule gehen. Diese Waisen haben nicht zwingend ein Bildungsproblem hinsichtlich ihrer Fähigkeit zu lesen oder zu schreiben, sie haben jedoch ihre Schullaufbahn abgebrochen, um ihre Familien zu unterstützen. In diesen Fällen ist eine finanzielle Unterstützung der Familie nötig, um die Waisenkinder von der Arbeit wieder in die Schule einzugliedern. Zur Lösung dieses Problems bietet Islamic Relief Familien von Waisenkindern finanzielle Unterstützung zur Befriedung ihrer täglichen Bedürfnisse wie Nahrung. Jede Familie eines Waisenkindes, welches die Schule besucht, und so nicht zum Familienhaushalt beitragen kann, erhält ca. 48,69 Euro im Monat (37,5 jordanische Dinar, Stand: 01.02.2016) für die Dauer von 8 Monaten. Zudem erhält jede Familie ca. 22,72 Euro (17,5 jordanische Dinar, Stand: 01.02.2016) für die Waisen mit schlechten schulischen Leistungen.

Aktivität 6: Schul-Kits und Materialverteilungen

Zu Beginn des Projektes erhielt jedes Kind Schulmaterialien, die die finanzielle Belastung für Eltern in Bezug auf die Schulkosten reduziert. Die Kinder erhalten je nach Alter, Geschlecht und Bedarf notwendige Kits. Die Kits enthalten unter anderem:

- Schulranzen

- Kugelschreiber, Bleistifte, Radiergummis, Bleistiftspitzer, Werkzeuge für den Geometrie-Unterricht und Lineal

- Mäppchen

- Bücher

- Zeichenblock

- Wasserflasche

Außerdem wurden pädagogisch wertvolle Geschenke an jede Familie übergeben, die das Lernen der Kinder unterstützen und sie dazu ermutigen soll, weiterhin die Schule zu besuchen. Diese Geschenke-Kits enthalten:

- Pädagogische Werkzeuge (Mathe-Puzzle und Karten)

- Wissenschaftliche Enzyklopädie

- Werkzeuge zur Problemlösung und ständigen Verbesserung (Bücher und Geschichten)

 

Der Abschlussbericht des Bildungsprojektes für syrische Waisenkinder bezieht sich auf den Zeitraum von August 2015 bis Ende des Projektes.

Hauptaktivitäten im Berichtszeitraum:

1. Einrichtung von Schulklassen: Das Islamic Relief Jordanien-Team (IRJ) hat im eigenen Landesbüro in Ramtha mit den notwendigen Schulmaterialien und Möbeln eingerichtet.

2. Auswahl an begünstigten Gruppen: 125 Waisenkinder mit schlechten schulischen Leistungen im Alter zwischen 7-16 Jahren (69 % Syrer, 31 % Jordanier), 64 Witwen erhielten Bewusstseinsschulungen zu den Themen Bildung, Hygiene und Psychosoziales Leben, indirekte Begünstigte: Geschwister und Eltern der direkten Begünstigten

3. Schulklassen: Nach der Auswahl der Begünstigten wurden Tests zur Messung des Bildungsniveaus der Begünstigten sowie ihrer Kenntnisse in Arabisch, Englisch und Mathematik durchgeführt. Basierend auf den Testergebnissen wurden fünf Klassen für jeden Kurs (Arabisch, Englisch, Mathematik) eingerichtet.

4. Einstellung qualifizierter Lehrkräfte: Mathe-, Arabisch- und Englischlehrer wurden vom Islamic Relief Jordanien-Team angeheuert. Sie wurden auf die Kinderschutzpolitik hin von Islamic Relief Jordanien sowie des Verhaltenskodex geschult. Die Lehrer waren verantwortlich für die Durchführung von Lernstandtests zu den einzelnen unterrichteten Fächern.

5. Entwürfe zur Unterstützung sozialer Aktivitäten durch außerschulische Aktivitäten für die Zielgruppe wie etwa Schulevents oder Exkursionen etc.: Das Projekt bot außerschulische Aktivitäten und Förderunterricht im Rahmen von Lernen durch Spiele und Sport an. Folgende Aktivitäten wurden im Projektzeitraum durchgeführt:

- Aktivitätentag für Kinder: Spiele und Sport, Theater (Kinderspiel über Ehrlichkeit und Verantwortung), psychosoziale Veranstaltung mit Musik, allgemeine Informationen und ein Wettbewerb mit anschließender Verteilung von Geschenken.

- Zweiter Aktivitätentag für Kinder: In Zusammenarbeit mit einem psychosozialen Fachbetreuer wurden Aktivitäten für Teamarbeit und soziales Engagement unter Verwendung von Kunsttherapie, Lernspiele usw. durchgeführt.

- Eine Studienreise zu einer Olivenölmühle: Kinder besuchten eine Olivenölmühle sahen bei dem Prozess der Ölgewinnung zu, lernten die Vorteile und die Verwendung von Olivenöl und auch die Namen der Geräte zur Ölgewinnung.

- Eine weitere Studienreise bestand aus zwei Teilen, zum einen die Exkursion in ein Museum und ein Ausflug in ein Freizeitpark. Im Nationalen Kindermuseum konnten die Kinder an Malkursen teilnehmen, ihr handwerkliches Geschick testen oder Filme anschauen.

6. Finanzielle Unterstützung von Waisenkindern: Es wurde festgestellt, dass einige Waisenkinder aufgrund von finanziellen Nöten nicht mehr zur Schule gehen. Zur Lösung dieses Problems bietet Islamic Relief Familien von Waisenkindern finanzielle Unterstützung zur Befriedung ihrer täglichen Bedürfnisse wie Nahrung und Unterkunft. Zudem wurde ein Schulbus eingeführt, der die Kinder zur Schule fuhr. Jede Familie eines Waisenkindes, welches die Schule besucht, und so nicht zum Familienhaushalt beitragen kann, erhielt ca. 48,69 Euro im Monat (37,5 jordanische Dinar) für die Dauer von 8 Monaten. Zudem erhält jede Familie ca. 22,72 Euro (17,5 jordanische Dinar) für die Waisen mit schlechten schulischen Leistungen.

7. Bewusstseinskampagnen für Witwen: Islamic Jordanien-Team führte Bewusstseinsschulungen für Witwen zu den Themen Hygienepraktiken, gesunde Lebensweise, ansteckbare und nicht-ansteckbare Krankheiten und Durchfallerkrankung durch. Zusätzlich dazu führte IRJ psychosoziale Team-Sitzungen in Bezug auf die Bedeutung von Bildung, Selbstwertgefühl, Identifizierung innerer Stärken und Schwächen, Selbstvertrauen und Möglichkeiten zu mehr Selbstvertrauen durch.

8. Schul-Kits und Materialverteilungen: Zu Beginn des Projektes erhielt jedes Kind Schulmaterialien, die die finanzielle Belastung für Eltern in Bezug auf die Schulkosten reduziert. Die Kinder erhalten je nach Alter, Geschlecht und Bedarf notwendige Kits. Die Kits enthielten unter anderem:

- Schulranzen
- Kugelschreiber, Bleistifte, Radiergummis, Bleistiftspitzer, Werkzeuge für den Geometrieunterricht und Lineal
- Mäppchen
- Bücher
- Zeichenblock
- Wasserflasche

Außerdem wurden pädagogisch wertvolle Geschenke an jede Familie übergeben, die das Lernen der Kinder unterstützen und sie dazu ermutigen soll, weiterhin die Schule zu besuchen. Diese Geschenke-Kits enthielten:

- Pädagogische Werkzeuge (Mathe-Puzzle und Karten)
- Wissenschaftliche Enzyklopädie
- Werkzeuge zur Problemlösung und ständigen Verbesserung (Bücher und Geschichten)